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Forschung
oder
Entwicklung

undoder (2)
Urbane Nutzungsmischung

OPENhauswirtschaft

Innovatives Hauswirtschaften im nutzungsgemischten Stadtkern

“OPENhauswirtschaft übersetzt das traditionelle Verständnis von Hauswirtschaft als Gesamtheit des Arbeitens und Wohnens in einem Haus, in ein innovatives Projekt des zeitgenössischen Wohn- und Städtebaus im Wiener Stadtkern.”

Christian Peer, TU Wien Future.lab

Worum geht’s im Projekt?

Das Projekt OPENhauswirtschaft verfolgt die vorbildhafte Entwicklung eines radikal nutzungsgemischten Gebäudetyps mit zugehörigen Freiräumen im Stadtkern. Im Wiener Nordbahnviertel soll eine innovative Kombination aus Wohnen und Arbeiten mit unterschiedlichen Gemeinschafts-, Arbeits- und Geschäftsmodellen realisiert werden. Im Zentrum steht die partizipative und öffentlichkeitswirksame Entwicklung einer österreichweit einzigartigen experimentellen Nutzungsmischung, die einen intelligenten Beitrag zur nachhaltigen ökonomischen Wertschöpfung sowie zur sozial und ökologisch verträglichen Raumnutzung erbringt. Dabei fördert der Klima- und Energiefonds das Smart-Cities-Demonstrationsprojekt OPENhauswirtschaft mit dem Ziel, eine transformative Entwicklung bei gleichzeitiger Querschnittsorientierung zu erreichen.

Wie kam’s zu dem Projekt?

OPENhauswirtschaft ist die konsequente Weiterführung einer angewandten Forschung, die sich mit neuen Wegen der nachhaltigen Stadtteilentwicklung beschäftigt. Das Projekt kann bereits auf einen längeren Vorlauf zurückblicken, so befassten sich verschiedene Forschungsteams schon seit 2015 im Nordbahnviertel mit der Frage, wie urbane Gebiete entstehen.

Aus den Vorläuferprojekten „Mischung: possible!“ und „Mischung: Nordbahnhof“, ist unter anderem auch die Nordbahnhalle entstanden, wobei es sich um ein Impuls- und Reallabor handelte, welches als wichtiges soziales Zentrum diente. Hier war auch die Initiativgruppe der HausWirtschaft präsent und entwickelte die eigene Idee weiter, gründete einen Verein und fand über die Ausweitung des eigenen Netzwerks eine Entwicklungspartnerschaft für ein konkretes Baufeld. Nun konnten die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen selbst aktiv einen neuartigen Akzent in die Quartiersentwicklung einbringen und bewarben sich erfolgreich für die Förderung einer begleitenden angewandten Forschung. Mit OPENhauswirtschaft wird die HausWirtschaft seitdem als Pilotprojekt im geförderten sozialen Wohnbau begleitet und als alternativer Wohn-Gewerbe-Dienstleistungs-Mix und somit neuartiger Typ von Raumunternehmen und urbaner Experimentierraum im Stadtkern mitentwickelt.

OPENhauswirtschaft legt den Fokus auf drei Stränge, die das Projekt ausmachen:

  • Gemeinschaft
  • Netzwerk
  • Planungsprozess

Diese werden untenstehend näher beschrieben.

Gemeinschaft

Im Zentrum des Projektes stehen der soziale Prozess und die Partizipation. So werden soziale Innovationen im städtischen Neubau vorangetrieben. Sowohl der Gruppenbildungsprozess als auch die organisatorische Entwicklung der Initiativgruppe werden durch OPENhauswirtschaft begleitet.

Netzwerk

Durch vielfältige Netzwerkpartnerschaften wird das Projekt geöffnet und Wissen zur nachhaltigen Entwicklung von Nutzungsmischung ausgetauscht. Denn die HausWirtschaft will als Gemeinschaft im Grätzl und darüber hinaus ausstrahlen, und öffnet ihr Haus.

Planungsprozess

Die österreichweit einzigartige experimentelle Nutzungsmischung, deren Entwicklung im Rahmen von OPENhauswirtschaft begleitet wird, entsteht in einem partizipativen Planungsprozess, in dem zukünftige Nutzer*innen, Bauträger*innen, Planer*innen sowie weitere Akteur*innen involviert sind und gemeinsam Entscheidungen treffen – von städtebaulichen Abstimmungen über Raumprogramme bis hin zur Entwurfs- und Ausstattungsplanung.

Innovation

Innovative Wohn-, Gemeinschafts-, Arbeits- und Geschäftsmodelle können einen intelligenten Beitrag zur nachhaltigen ökonomischen Wertschöpfung sowie zur sozial und ökologisch verträglichen Raumnutzung erbringen. Das Projektvorhaben setzt auf technische, organisatorische, rechtliche und soziale Innovationen und stellt Aspekte des Teilens von Ressourcen, der langfristig stabilen Selbstorganisation und Selbststeuerungsfähigkeit sowie des gemeinwohlorientierten Wirtschaftens in den Vordergrund.

Seit vielen Jahren wird an der Weiterentwicklung der Qualitäten urbaner Mischungsformen partizipativ und anwendungsorientiert geforscht sowie gemeinschaftlich entwickelte Bauprojekte von lokal ansässigen KMUs begleitet. Das Projektkonsortium überträgt nun Forschungsergebnisse zu Nutzungsmischung und nachhaltiger städtebaulicher Verdichtung sowie Praxiswissen über gemeinschaftlich initiierte Wohnprojekte in die Umsetzung des Demonstrationsprojektes OPENhauswirtschaft.

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Stadt als Testbed nutzen

Mit der HausWirtschaft wird ein Pilotprojekt im geförderten sozialen Wohnbau umgesetzt, das als alternativer Wohn-Gewerbe-Dienstleistungs-Mix und somit als neuartiger Typ von Raumunternehmen und Experimentierraum im Stadtkern pulsiert. Die heranwachsende urbane Mischform öffnet sich gezielt von Beginn an einem breiten Publikum. Die neuartige Herangehensweise kann Schritt für Schritt mitverfolgt werden und soll Prozesse des gemeinsamen Lernens nachhaltiger Entwicklung schaffen.

OPENhauswirtschaft generiert während der Projektlaufzeit Impulse in planungskulturellen Netzwerken und regt zum weiteren Experimentieren in der realen Stadt an. Gegen Projektende bezieht die genossenschaftlich organisierte HausWirtschaft das Demonstrationsgebäude und erzeugt fortan als kleinteiliger Unternehmenscluster eine flexible und somit nachhaltige Wertschöpfung im Stadtkern. Die Expertise der HausWirtschaft wird ferner zum innovativen Baustein der kommunalen Bildungslandschaft.

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Summary

The project team of OPENhauswirtschaft is developing and implementing an integrative, vertical mixed-use building with innovative ownership and building architecture. For many years, the concept of a compact, mixed-use city has been regarded as the preferred urban strategy for more social cohesion and for the sustainable use of scarce resources. However, the implementation of this strategy requires contemporary and visionary solutions, which redefine the use and utility of urban spaces. 

The evolution of urban development areas offers scope for reshaping urban spaces, which has so far been tried out only to a limited extent. OPENhauswirtschaft is identifying a window of opportuntiy in the urban development process Nordbahnhof Wien. The project is designed as a supporting process for the initiative “Die HausWirtschaft” on it’s way towards being a new role model within the Viennese social housing. Die HausWirtschaft has set itself the goal of creating a joint living and working space, filled with vitality and diversity of use, as a long-term, sustainable and open community of around 250 people working and/or living in 45 apartments and 3500 m² of work-related space. 

Moreover the community plans to create an affordable space for people who work and live in a community-oriented manner, which also provides added value to the neighbourhood. In order to achieve these goals, this project focuses on technical, organizational, legal and social innovations which include sharing resources, longterm self-management and self-empowering ability as well as the economy for the common good. 

By the end of the project, the mixed-use building, anchored in the city center will have already commenced construction. New scientific data about the planning and the development processes involved with the implementation of extreme mixed-use subsidized housing will be obtained and disseminated.

future.lab: OPENhauswirtschaft – Radically mixed-use building type with associated open spaces

Konsortialpartner:

TU Wien futurelab
die HausWirtschaft
einszueins Architektur